Nach dem BarCamp Cologne

Nach dem zweiten Tag ist das erste Kölner BarCamp nun Vergangenheit.

Ein BarCamp schlaucht, auch wenn man keine weite Anreise auf sich nehmen muss: Zwei Tage lang kommt man mit viele interessanten Leuten ins Gespräch, hört etliche gute Vorträge zu Web-Themen und bekommt überhaupt viel Input, der verarbeitet werden will. Ich konnte heute folgenden Veranstaltungen auf mich wirken lassen:

  • Die “Polizei-Session” war der Publikumsmagnet schlechthin – fast alle wollten den Vortrag von Guido Karl (Polizei NRW) über den Umgang mit Kriminalität zu Zeiten von Web 2.0 hören. Entsprechend ergab sich schnell eine große Diskussion über die Aufgaben der Polizei, bei der die tatsächlich umgesetzten polizeilichen Maßnahmen leider etwas zu kurz kamen.
  • Anonymität – How to exit the Matrix: Zwei Vertreter des CCC referierten (standesgemäß unter Pseudonymen) über die vielen technischen Möglichkeiten, seine Identität bei Aktivitäten im Web unter Verschluss zu halten.
  • Jens Grochtdreis und Ansgar Hein stellten die CSS-Frameworks YAML und YUI vor und demonstrierten deren Einsatzmöglichkeiten.
  • jQuery: Timo Derstappen gab eine Einführung in jQuery und demonstrierte mit nicht nachlassender Begeisterung die Fähigkeiten dieser JavaScript-Library an vielen praktischen Beispielen.

Damit ging heute eine sehr gelungene und überhaupt nicht chaotische Veranstaltung zu Ende – den Organisatoren und Sponsoren sei gedankt!

Das nächste BarCamp wird im Dezember in Nürnberg stattfinden. Die zeitliche Nähe zum Kölner BarCamp und die Tatsache, dass damit innerhalb von drei Monaten drei BarCamps (Berlin, Köln, Nürnberg) stattfinden, empfinde ich allerdings als etwas zu viel des Guten und befürchte, dass sich damit die Idee zu sehr abnutzen könnte. Ich würde es eher befürworten, wenn solche Veranstaltungen nur alle paar Monate stattfinden würden.

Update 20.12.2006: Das am vergangenen Wochenende in Nürnberg veranstaltete BarCamp war ein Erfolg, Berichte darüber finden sich auch in Telepolis.

Bis jetzt wurden 2 Kommentare abgegeben

1 Franz Patzig schrieb am 28. November 2006 um 11:24

Barcamps sind als lokale Veranstaltungen in den USA entstanden. Natürlich ist es derzeit noch ein Experiment, aber die Welle der Begeisterung gibt hoffentlich Impulse, daß man sich mehr auf dieser Ebene bewegen wird. Dazu gehört bessere Vernetzung untereinander, kollaborative Zusammenarbeit und all den anderen positiven Effekten, die damit einhergehen werden. Wenigstens bewegt sich was…Ich glaube nicht an Abnutzungseffekte, sondern an eine neue Art des Miteinanders.

2 BarCamp Cologne: Wir sagen Dankeschön und auf Wiedersehen! at alltagskakophonie.de schrieb am 29. November 2006 um 00:14

[…] Ich wollte mich schon längst über das BarCamp in Köln geäußert haben. Bis ich es selbst mal schaffe freue ich mich über das positive Feedback, das man hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier nachlesen kann. Es ist sehr bekräftigend, dass der “Spirit of BarCamp” so wunderbar transportiert werden konnte und ich danke allen Teilnehmern dafür, dass sie aus dem BarCamp in Köln das gemacht haben, was es letztendlich geworden ist. […]

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